Gut ins Studium finden: Tagung zum Studieneinstieg an der TU

Die Tagung „Forum Studieneinstieg MINT“ fand im September in der Aula der TU Clausthal statt. Veranstaltende waren die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) und die TU.

Hintergrund war die Evaluierung der verschiedenen Konzepte und Projekte zu Studieneingangsphasen an sechs niedersächsischen Hochschulen, die von der ZEvA im Auftrag der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen (LHK) durchgeführt worden war. Die Tagung bildete den Abschluss des Evaluationsverfahrens und diente der offenen Diskussion der Ergebnisse, dem Austausch von Erfahrungen unterschiedlicher Hochschulen und der Formulierung von Handlungsoptionen für die Zukunft.

Nach einer Begrüßung durch den Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Prof. Christian Bohn, und den Leiter des Studienzentrums, Dr. Georg Ebertshäuser, wurde das Forum mit einer Einführung in den Forschungsstand zum Phänomen Studienabbruch durch Dr. Ulrich Heublein vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) eröffnet.

Prof. Josef Rosenkranz von der FH Aachen gewährte Einblicke in die Erfahrungen aus den Kooperationsprojekten zum hochschulübergreifenden Studienstart der RWTH und HS Aachen. Den Ablauf und die Ergebnisse der Evaluation der niedersächsischen Studieneinstiegsprogramme erläuterte Dr. Torsten Futterer von der ZEvA. Während eines Poster-Walks hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich über die evaluierten Studieneingangsphasen zu informieren und mit den Vertreter:innen der Hochschulen zu diskutieren.

Neben einem guten Studieneinstieg standen vor allem die aktuellen, durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen Herausforderungen im Fokus. Dr. Severine Thomas von der Universität Hildesheim berichtete über die Projekte Stu.diCo I, II und III, welche die Erfahrungen von Studierenden aus der Pandemie, mit deren Auswirkungen auf ihr Studium und der Bewältigung durch die Hochschule mittels einer Befragung der Studierenden untersucht hat. Vincent Hahn und Nessim Assad Bissinger, Studierende der TU Clausthal, erzählten über ihre eigenen, ganz persönlichen und durchaus auch unterschiedlichen Erfahrungen mit ihrem Studium unter Pandemie-Bedingungen.

Höhepunkt der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion. Vertreten waren das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur durch Michael Steller, die LHK durch Prof. Bohn, die ZEvA durch Dr. Futterer sowie die Gutachter:innen der Evaluierung durch Prof. Marianne Merkt, Prof. Rosenkranz und die studentische Gutachterin Victoria Bueschler. Die Veranstaltungsteilnehmenden hatten dabei Gelegenheit, die zuvor in Kleingruppen zusammengetragenen Fragen an das Podium zu stellen.

In der lebhaften Diskussion wurde deutlich, dass sich die Hochschulen einem tiefgreifenden Wandel und einer fortschreitenden Diversifizierung der Gesellschaft gegenüberstehen, der zu einem immer größeren Spektrum an Eingangsvoraussetzungen und Bedürfnissen unter den Studierenden führt. Auf diese Belange einzugehen und allen einen guten Start in ihr Studium und einen erfolgreichen und zügigen Abschluss zu ermöglichen, ist die große Herausforderung, der sich die Hochschulen stellen müssen und die für ihre Bewältigung struktureller Veränderungen auf vielen Ebenen bedarf. Neben  einer gemeinsamen wissenschaftlichen Nachverfolgung und Begleitung der Ergebnisse und des Erfolgs der Studieneingangsphasen, ist auch eine Verstetigung der Programme, welche oft „Projektstatus“ haben, von Nöten. Hier sind die Hochschulen, aber auch das Land gefragt.

Die Tagung wurde von Dr. Martina Oster vom Lerncoaching der TU Clausthal fachkundig und souverän moderiert und von ihr gemeinsam mit Antje Mackensen von der Tutor:innenqualifizierung der TU und vielen Helfer:innen aus Studienzentrum, Rechenzentrum sowie Studierenden mit einem reibungslosen Ablauf organisiert.

Videobeiträge zum  „Forum Studieneinstieg MINT“ 

Folien zu einzelnen Vorträgen der Konferenz

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Podiumsdiskussion (von links): Michael Steller (Wissenschaftsministerium), Prof. Christian Bohn (TU Clausthal), Victoria Bueschler (studentische Gutachterin), Prof. Josef Rosenkranz (FH Aachen) und Prof. Marianne Merkt (Hochschule Magdeburg-Stendal). Foto: Oster